Wa maa kaana limu`minin ai yaqtula mu`minan illaa khata`aa; waman qatala mu`minan khata`an fatabreeru raqabatim mu`minatinw wa diyatum mmusallamatun ilaaa ahliheee illaaa ai yassaddaqoo; fa in kaana min qawmin `aduwwil lakum wa huwa mu`minun fatabreeru raqabatim mu`minah; wa in kaana min qawmim bainakum wa bainahum meesaaqun fadiyatum mmusallamatun ilaaa ahlihee wa tahreeru raqabatim mu`minatin famal lam yajid fa Siyaamu shahraini mutataabi`aini tawhatam minal laah; wa kaanal laahu `Aleeman hakeemaa
📖 Übersetzung (Auf Deutsch)
📖 Auf Deutsch
Es steht keinem Gläubigen zu, einen (anderen) Gläubigen zu töten, es sei denn aus Versehen'. Und wer einen Gläubigen aus Versehen tötet, (der hat) einen gläubigen Sklaven (zu) befreien und ein Blutgeld an seine Angehörigen aus(zu)händigen, es sei denn, sie erlassen (es ihm) als Almosen. Wenn er (der Getötete) zu einem euch feindlichen Volk gehörte und gläubig war, dann (gilt es,) einen gläubigen Sklaven (zu) befreien. Und wenn er zu einem Volk gehörte, zwischen dem und euch ein Abkommen besteht, dann (gilt es,) ein Blutgeld an seine Angehörigen aus(zu)händigen und einen gläubigen Sklaven (zu) befreien. Wer aber keine (Möglichkeit) findet, (der hat) zwei aufeinanderfolgende Monate (zu) fasten - als eine Reueannahme von Allah. Und Allah ist Allwissend und Allweise.
🌐 Additional reference in English
🌐 English
And never is it for a believer to kill a believer except by mistake. And whoever kills a believer by mistake - then the freeing of a believing slave and a compensation payment presented to the deceased's family [is required] unless they give [up their right as] charity. But if the deceased was from a people at war with you and he was a believer - then [only] the freeing of a believing slave; and if he was from a people with whom you have a treaty - then a compensation payment presented to his family and the freeing of a believing slave. And whoever does not find [one or cannot afford to buy one] - then [instead], a fast for two months consecutively, [seeking] acceptance of repentance from Allah. And Allah is ever Knowing and Wise.
Es steht keinem Gläubigen zu, einen (anderen) Gläubigen zu töten, es sei denn aus Versehen'. Und wer einen Gläubigen aus Versehen tötet, (der hat) einen gläubigen Sklaven (zu) befreien und ein Blutgeld an seine Angehörigen aus(zu)händigen, es sei denn, sie erlassen (es ihm) als Almosen. Wenn er (der Getötete) zu einem euch feindlichen Volk gehörte und gläubig war, dann (gilt es,) einen gläubigen Sklaven (zu) befreien. Und wenn er zu einem Volk gehörte, zwischen dem und euch ein Abkommen besteht, dann (gilt es,) ein Blutgeld an seine Angehörigen aus(zu)händigen und einen gläubigen Sklaven (zu) befreien. Wer aber keine (Möglichkeit) findet, (der hat) zwei aufeinanderfolgende Monate (zu) fasten - als eine Reueannahme von Allah. Und Allah ist Allwissend und Allweise.
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Übersetzung — Tafsir
Bedeutung der Schlüsselbegriffe:
خَطَأً (Chatā’an): Versehentlich, ohne Absicht zu töten.
تَحْرِيرُ رَقَبَةٍ (Tahrīru Raqabah): Die Freilassung eines muslimischen Sklaven oder einer muslimischen Sklavin.
دِيَةٌ (Diyah): Das Blutgeld, das an die Erben des Getöteten als Entschädigung für sein Leben gezahlt wird.
مُسَلَّمَةٌ (Musallamah): Vollständig und ordnungsgemäß übergeben.
يَصَّدَّقُوا (Yassaddaqū): Dass die Erben auf die Diyah verzichten und sie dem Täter erlassen.
مِيثَاقٌ (Mīthāq): Ein Vertrag oder Abkommen, wie ein Friedens- oder Schutzvertrag.
مُتَتَابِعَيْنِ (Mutatābiʿain): Zwei aufeinanderfolgende Monate ohne Unterbrechung.
Tafsir (Ausführliche Erläuterung):
Es ziemt sich für einen gläubigen Menschen nicht, einen anderen Gläubigen zu töten, denn das Leben eines Muslims ist heilig und unantastbar. Ein solches Verbrechen ist eine schwere Sünde und widerspricht dem Glauben völlig. Allah erlaubt dies nur in einem einzigen Fall: wenn es versehentlich und ohne böse Absicht geschieht. Wenn jemand einen Gläubigen aus Versehen tötet, so liegt eine doppelte Verpflichtung auf ihm:
Erstens muss er einen gläubigen Sklaven oder eine gläubige Sklavin freilassen, als Sühne für seinen Fehler. Zweitens muss er das Blutgeld (Diyah) an die Erben des Getöteten zahlen. Diese Zahlung ist jedoch nicht zwingend, wenn die Erben aus Großzügigkeit und Barmherzigkeit darauf verzichten und dem Täter vergeben.
Nun gibt es drei verschiedene Fälle, die jeweils unterschiedliche Regelungen haben:
Wenn der Getötete ein Gläubiger aus einem feindlichen, kriegführenden Volk ist: In diesem Fall ist nur die Freilassung eines gläubigen Sklaven erforderlich, aber keine Diyah, da seine Erben Ungläubige und Feinde sind, die kein Anrecht auf Entschädigung haben.
Wenn der Getötete aus einem Volk stammt, mit dem die Muslime einen Vertrag oder ein Bündnis haben (wie z.B. Schutzbürger): Hier sind sowohl die Diyah an seine Erben als auch die Freilassung eines gläubigen Sklaven als Sühne verpflichtend, denn der Vertrag schützt sein Leben und sein Blut.
Wenn der Täter weder einen Sklaven findet noch die finanziellen Mittel hat, um einen zu kaufen: Dann ist seine Sühne das Fasten von zwei aufeinanderfolgenden Monaten. Dies ist eine Barmherzigkeit und Erleichterung von Allah, und Er nimmt dies als aufrichtige Reue an.
Allah ist allwissend und kennt die wahren Absichten und Taten seiner Diener, und Er ist allweise in all seinen Gesetzen und Regelungen.
Gewonnene Lehren und Nutzen:
Die Heiligkeit des Lebens: Diese Ayah zeigt eindrucksvoll, wie hoch der Wert eines Menschenlebens im Islam ist. Selbst bei einem versehentlichen Totschlag gibt es schwere Sühneleistungen, um die Seele zu reinigen und die Bedeutung des Lebens zu betonen.
Barmherzigkeit und Vergebung: Die Möglichkeit, dass die Erben auf die Diyah verzichten können, lehrt uns, dass Vergebung und Großzügigkeit einen höheren Stellenwert haben als Vergeltung. Sie öffnet Türen zur Versöhnung und heilt Wunden in der Gemeinschaft.
Soziale Gerechtigkeit und Verantwortung: Die Freilassung eines Sklaven als Sühne zeigt, dass der Islam danach strebt, die Sklaverei abzuschaffen und gleichzeitig den Täter zur Verantwortung zu ziehen. Es ist ein Akt der sozialen Wiedergutmachung.
Praktische und einfache Lösungen: Die Staffelung der Sühne (Freilassung, dann Fasten) zeigt, dass der Islam keine unerfüllbaren Lasten auferlegt. Er berücksichtigt die unterschiedlichen finanziellen Verhältnisse der Menschen und bietet immer einen Ausweg an.
Allahs Wissen und Weisheit: Die Ayah endet mit der Betonung von Allahs Wissen und Weisheit. Dies tröstet die Gläubigen, dass Allah in jeder Situation den richtigen Weg kennt und seine Gesetze stets zum Wohle der Menschheit sind.
außer denjenigen, die sich einem Volk anschließen, zwischen dem und euch ein Abkommen besteht, oder die zu euch gekommen sind, weil ihre Brüste beklommen sind, gegen euch zu kämpfen oder gegen ihr (eigenes) Volk zu kämpfen. Und wenn Allah gewollt hätte, hätte Er ihnen wahrlich Gewalt über euch gegeben, und dann hätten sie gegen euch wahrlich gekämpft. Wenn sie sich jedoch von euch fernhalten und dann nicht gegen euch kämpfen, sondern Frieden anbieten, so hat euch Allah keine Veranlassung gegeben, gegen sie (vorzugehen).
Ihr werdet andere finden, die vor euch Sicherheit und vor ihrem (eigenen) Volk Sicherheit wollen. Jedesmal, wenn sie wieder der Versuchung ausgesetzt sind, werden sie in ihr zu Fall gebracht. Wenn sie sich nicht von euch fernhalten und euch nicht Frieden anbieten und nicht ihre Hände zurückhalten, dann ergreift sie und tötet sie, wo immer ihr auf sie trefft. Über jene haben Wir euch deutliche Gewalt verliehen.
Es steht keinem Gläubigen zu, einen (anderen) Gläubigen zu töten, es sei denn aus Versehen'. Und wer einen Gläubigen aus Versehen tötet, (der hat) einen gläubigen Sklaven (zu) befreien und ein Blutgeld an seine Angehörigen aus(zu)händigen, es sei denn, sie erlassen (es ihm) als Almosen. Wenn er (der Getötete) zu einem euch feindlichen Volk gehörte und gläubig war, dann (gilt es,) einen gläubigen Sklaven (zu) befreien. Und wenn er zu einem Volk gehörte, zwischen dem und euch ein Abkommen besteht, dann (gilt es,) ein Blutgeld an seine Angehörigen aus(zu)händigen und einen gläubigen Sklaven (zu) befreien. Wer aber keine (Möglichkeit) findet, (der hat) zwei aufeinanderfolgende Monate (zu) fasten - als eine Reueannahme von Allah. Und Allah ist Allwissend und Allweise.
Und wer einen Gläubigen vorsätzlich tötet, dessen Lohn ist die Hölle, ewig darin zu bleiben. Und Allah zürnt ihm und verflucht ihn und bereitet ihm gewaltige Strafe.
O die ihr glaubt, wenn ihr auf Allahs Weg umherreist, dann unterscheidet klar und sagt nicht zu einem, der euch Frieden anbietet: "Du bist nicht gläubig", wobei ihr nach den Glücksgütern des diesseitigen Lebens trachtet. Doch bei Allah ist Gutes in Fülle. So wart ihr zuvor. Aber dann hat Allah euch eine Wohltat erwiesen. Unterscheidet also klar. Gewiß, Allah ist dessen, was ihr tut, Kundig.
Die Website SurahQuran wurde als bescheidener Beitrag gegründet, um dem edlen Buch und der reinen Sunna zu dienen, zu Allah einzuladen und die religiösen Wissenschaften nach dem Weg des Quran und der Sunna zugänglich zu machen. Wir preisen und danken Allah für Seine Gnade und bitten Ihn, unsere Taten anzunehmen und sie aufrichtig für Sein edles Antlitz zu machen.