Der Schutzmonat ist für den Schutzmonat, und (für) die unantastbaren Dinge ist Wiedervergeltung. Wenn jemand gegen euch übertritt, dann geht (auch ihr) in gleichem Maß gegen ihn vor, wie er gegen euch übertreten hat. Und fürchtet Allah und wißt, daß Allah mit den Gottesfürchtigen ist.
🌐 Additional reference in English
🌐 English
[Fighting in] the sacred month is for [aggression committed in] the sacred month, and for [all] violations is legal retribution. So whoever has assaulted you, then assault him in the same way that he has assaulted you. And fear Allah and know that Allah is with those who fear Him.
Der Schutzmonat ist für den Schutzmonat, und (für) die unantastbaren Dinge ist Wiedervergeltung. Wenn jemand gegen euch übertritt, dann geht (auch ihr) in gleichem Maß gegen ihn vor, wie er gegen euch übertreten hat. Und fürchtet Allah und wißt, daß Allah mit den Gottesfürchtigen ist.
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Übersetzung — Tafsir
Bedeutung der Schlüsselbegriffe:
Asch-Schahr al-Harām (الشهر الحرام): Die heiligen Monate, in denen Kampf und Kriegführung verboten waren (Dhul-Qaʿda, Dhul-Hidscha, Muharram und Radschab).
Al-Hurumāt (الحرمات): Die Heiligkeiten und geschützten Dinge, wie die Heiligkeit der Kaaba, der heiligen Monate, des Zustands der Weihe (Ihrām) und anderer von Gott gesetzter Grenzen.
Qisās (قصاص): Wiedervergeltung oder gerechte, gleichwertige Gegenleistung für eine begangene Tat.
Tafsīr (Ausführliche Erläuterung):
Diese edle Surenteil behandelt die Regelung des Kampfes in den heiligen Monaten und das Prinzip der Gerechtigkeit bei Vergeltung. Der Vers wurde im Zusammenhang mit dem Friedensvertrag von Hudaibiyya und der versuchten ʿUmra der Muslime offenbart, als die Quraisch sie daran hinderten, die Heilige Moschee zu betreten. Gott macht hier deutlich, dass die Handlung der Muslime im heiligen Monat – nämlich das Betreten des heiligen Bezirks und die Durchführung der ʿUmra – als Ausgleich für das Unrecht dient, das ihnen im selben Monat zuvor zugefügt wurde. So wie die Gegner die Heiligkeit des Monats verletzt haben, indem sie die Muslime daran hinderten, so ist es den Muslimen erlaubt, in diesem Monat zu handeln.
Das Prinzip der Gerechtigkeit wird dann verallgemeinert: Wer eine Heiligkeit verletzt, gegen den wird in gleichem Maße vorgegangen. Die Vergeltung muss jedoch exakt dem Maß der erlittenen Ungerechtigkeit entsprechen – nicht mehr und nicht weniger. Wenn jemand gegen euch übertritt, so übertretet auch ihr gegen ihn, aber nur im gleichen Umfang seiner Übertretung. Dies ist eine klare Anweisung zur ausgewogenen und gerechten Reaktion, die jede Form von Exzess oder Rache verbietet.
Der Vers schließt mit einer eindringlichen Ermahnung zur Gottesfurcht (Taqwā) und erinnert die Gläubigen daran, dass Gott mit den Gottesfürchtigen ist – jenen, die Seine Gebote befolgen und Seine Verbote meiden. Diese Begleitung Gottes bedeutet Schutz, Beistand und Erfolg im Diesseits und im Jenseits.
Nutzen und Lehren aus dem Vers:
Der Islam lehrt Gerechtigkeit in allen Angelegenheiten, selbst im Krieg und bei der Vergeltung. Ein Muslim ist stets zur Mäßigung und Fairness verpflichtet.
Die Erlaubnis zur Verteidigung ist kein Freibrief für Aggression oder Rache; sie ist eine präzise, begrenzte Antwort auf erlittenes Unrecht.
Die Heiligkeit von Zeit, Ort und Zustand wird im Islam hochgehalten. Die bewusste Verletzung dieser Heiligkeiten hat Konsequenzen, aber auch die Verteidigung dieser Heiligkeiten ist legitim.
Gottesfurcht ist der Schlüssel zum Erfolg. Wer Gott fürchtet und sich an Seine Grenzen hält, dem schenkt Gott Seine besondere Nähe und Unterstützung – eine Verheißung, die den Gläubigen Trost und Stärke verleiht.
Dieser Vers lehrt uns, dass der Islam eine Religion der Ausgewogenheit ist: Sie erlaubt die Verteidigung der eigenen Rechte, ohne dabei das Maß an Gerechtigkeit und Barmherzigkeit zu verlieren.
Und kämpft gegen sie, bis es keine Verfolgung mehr gibt und die Religion (allein) Allahs ist. Wenn sie jedoch aufhören, dann darf es kein feindseliges Vorgehen geben außer gegen die Ungerechten.
Der Schutzmonat ist für den Schutzmonat, und (für) die unantastbaren Dinge ist Wiedervergeltung. Wenn jemand gegen euch übertritt, dann geht (auch ihr) in gleichem Maß gegen ihn vor, wie er gegen euch übertreten hat. Und fürchtet Allah und wißt, daß Allah mit den Gottesfürchtigen ist.
Vollzieht die Pilgerfahrt und die Besuchsfahrt für Allah. Wenn ihr jedoch (daran) gehindert werdet, dann (bringt) an Opfertieren (dar), was euch leichtfällt. Und schert euch nicht die Köpfe, bevor die Opfertiere ihren Schlachtort erreicht haben! Wer von euch krank ist oder ein Leiden an seinem Kopf hat, der soll Ersatz leisten mit Fasten, Almosen oder Opferung eines Schlachttieres. - Wenn ihr aber in Sicherheit seid, dann soll derjenige, der die Besuchsfahrt mit der Pilgerfahrt durchführen möchte, an Opfertieren (darbringen), was ihm leichtfällt. Wer jedoch nicht(s) finden kann, der soll drei Tage während der Pilgerfahrt fasten und sieben, wenn ihr zurückgekehrt seid; das sind im ganzen zehn. Dies (gilt nur) für den, dessen Angehörige nicht in der geschützten Gebetsstätte wohnhaft sind. Und fürchtet Allah und wißt, daß Allah streng im Bestrafen ist!
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