Übersetzung — Tafsir
Erklärung der edlen Worte:
- „anʿamta ʿalaihi": Du hast ihm Gutes erwiesen – durch die Freilassung aus der Sklaverei.
- „amisk ʿalaika zaujaka": Behalte deine Ehefrau und entlasse sie nicht.
- „waṭaran": Bedürfnis oder Verlangen – hier gemeint: die Ehefrau zu entlassen und sich von ihr zu lösen.
- „adʿiyāʾikum": Die Adoptivsöhne – jene, die man in vorislamischer Zeit als eigene Söhne bezeichnete, obwohl sie nicht die leiblichen Söhne waren.
- „ḥaraj": Sünde, Bedrängnis oder Enge.
Die ausführliche Erklärung der edlen Ayah:
O Prophet, gedenke jener Zeit, als du zu Zaid ibn Hāritha sprachst – jenem Mann, dem Allah die Gnade des Islam gewährt hatte und dem du die Gnade der Freilassung erwiesen hattest. Er kam zu dir, um sich über seine Ehe mit Zainab bint Dschahsch zu beraten, denn er empfand Abneigung gegen sie und wollte sich von ihr trennen. Du sagtest zu ihm: „Behalte deine Ehefrau bei dir und fürchte Allah, indem du sie nicht entlässt." Doch in deinem Inneren verbargst du, was Allah dir bereits offenbart hatte – dass Zainab dereinst deine Ehefrau werden würde. Du fürchtetest die Heuchelei der Menschen, die sagen würden: „Muhammad hat die geschiedene Frau seines Adoptivsohnes geheiratet." Doch Allah ist wahrlich würdiger, dass man Ihn fürchtet, denn Er ist es, der die Angelegenheiten lenkt und dessen Ratschluss unvermeidlich eintritt.
Als Zaid dann seine Absicht vollendete, sich von Zainab zu trennen, und ihre Wartezeit (Idda) vorüber war, da ließen Wir dich, o Prophet, sie heiraten. Dies geschah, um die vorislamische Sitte der Adoption zu beenden und den Gläubigen klarzumachen, dass es keine Sünde ist, die geschiedene Frau eines Adoptivsohnes zu heiraten, nachdem dieser sich von ihr getrennt hat und ihre Wartezeit abgelaufen ist. Denn der Adoptivsohn ist nicht wie der leibliche Sohn – und die Ehe mit seiner geschiedenen Frau ist daher erlaubt. So war der Befehl Allahs eine unvermeidliche, bereits beschlossene Angelegenheit, die sich erfüllen musste, um die Menschen aus den Fesseln der Unwissenheit zu befreien und ihnen den rechten Weg zu weisen.
Eine einladende und ermutigende Botschaft:
Diese Ayah offenbart uns eine tiefe Weisheit und eine große Erleichterung für die Gläubigen. Sie zeigt uns, dass Allah – der Allmächtige – die Herzen der Menschen kennt und ihre Ängste versteht. Der Prophet (Friede und Segen seien auf ihm) fürchtete die Reaktion der Menschen, doch Allah lehrte ihn und uns alle, dass die Furcht vor Ihm allein Vorrang hat. Diese Ayah ist eine Einladung an uns, unsere Herzen von der Furcht vor den Geschöpfen zu reinigen und uns ganz auf Allah zu verlassen. Denn wer Allah fürchtet und auf Ihn vertraut, dem öffnet Er Türen der Erleichterung und des Guten, die er sich nie hätte vorstellen können.
Gelobt sei Allah, der uns durch diese Ayah die Schranken der Unwissenheit aufgehoben und uns den Weg der Klarheit und des Friedens gezeigt hat. Mögen wir aus dieser Geschichte lernen, dass die Gebote Allahs stets das Wohl der Menschen im Blick haben – in dieser Welt und im Jenseits. Und mögen wir uns stets bemühen, Allah mehr zu fürchten als die Menschen, denn in Seiner Hand liegt alles Gute.
📜 Vers 35-39 — Al-Ahzab
Übersetzung — Al-Ahzab 37
Sure Al-Ahzab Vers 37 - Lesen, Anhören, Übersetzung, Deutsch : Und als du zu demjenigen sagtest, dem Allah Gunst erwiesen…Sure Vers 37/73 — Al-Ahzab الأحزاب (Medinensisch). Lesen Anhören Übersetzung (Deutsch). Anhören: Al-Ahzab Anhören, Al-Ahzab Übersetzung, Al-Ahzab mp3, Al-Ahzab pdf. Vers 35–39. Auf Deutsch: English.
Heiliger Koran
Tuesday, August 18, 2026
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