Übersetzung — Tafsir
Bedeutung wichtiger Begriffe im Vers:
- Fisq (فِسْق): Das Verlassen des Gehorsams gegenüber Allah; ein Akt der Sünde und des Ungehorsams.
- Die Schayatin (الشَّيَاطِين): Die bösen Geister unter den Dschinn, die zum Unheil und zur Verführung neigen.
- Waliyy (أَوْلِيَاء): Hier: die Anhänger und Helfer der Schayatin unter den Menschen, die ihre Einflüsterungen annehmen.
- Yūḥūn (يُوحُونَ): Sie flüstern heimlich ein und werfen Zweifel und Scheinargumente auf.
Tafsir (Ausführliche Erklärung des Verses):
Dieser edle Vers richtet sich an die Gläubigen mit einem klaren Verbot: Es ist ihnen untersagt, von dem zu essen, worüber der Name Allahs nicht ausgesprochen wurde – also von Tieren, die nicht gemäß den islamischen Vorschriften geschlachtet wurden, wie verendete Tiere (Maytah), Tiere, die für Götzen oder andere Wesen geschlachtet wurden, sowie alles, was dem reinen Monotheismus widerspricht. Das Essen davon wird als Fisq bezeichnet, also als ein Akt des Ungehorsams und des Verlassens des Gehorsams gegenüber Allah, dem Erhabenen.
Dann offenbart der Vers eine wichtige Tatsache: Die Satane unter den Dschinn flüstern ihren menschlichen Helfern unter den Ungläubigen und Götzendienern heimlich Scheinargumente und Zweifel ein, damit diese mit den Muslimen über die Erlaubtheit des Verzehrs von Verendetem streiten. Sie sagen zum Beispiel: „Wie könnt ihr das essen, was ihr selbst schlachtet, aber das, was Allah getötet hat (das verendete Tier), nicht essen?“ – Damit versuchen sie, die Muslime zu verwirren und ihre Überzeugung zu erschüttern.
Der Vers endet mit einer ernsten Warnung: Wenn die Muslime diesen Einflüsterungen folgen und das für erlaubt halten, was Allah verboten hat, dann sind sie in diesem Akt den Götzendienern gleichgestellt – denn wer etwas erlaubt, das Allah verboten hat, oder etwas verbietet, das Allah erlaubt hat, der ist in die Tore des Schirk (Beigesellung) eingetreten, weil er sich selbst ein Urteil anmaßt, das allein Allah zusteht.
Nutzen und Lehren aus diesem Vers:
- Die Reinheit der Nahrung ist ein Zeichen des Glaubens: Der Muslim ist aufgerufen, nicht nur auf die äußere Reinheit zu achten, sondern auch auf die geistige und religiöse Reinheit dessen, was er isst. Das Gedenken an Allah beim Schlachten verbindet den Menschen mit seinem Schöpfer und macht die Nahrung zu einem Akt der Anbetung.
- Die Wachsamkeit gegenüber den Einflüsterungen des Satans: Der Vers lehrt uns, dass der Satan stets versucht, Zweifel zu säen und die Menschen von der Wahrheit abzubringen. Der Gläubige muss sich dieser List bewusst sein und sich an die klaren Gebote Allahs halten, ohne sich von Scheinargumenten verwirren zu lassen.
- Die Gefahr der Nachahmung der Ungläubigen: Wer den Verführungen der Feinde des Islam folgt und ihre Einwände übernimmt, verliert nach und nach seine Identität und kann in den Schirk abgleiten. Deshalb ist es wichtig, die eigenen Entscheidungen auf die Offenbarung zu stützen und nicht auf die Meinungen der Menschen.
- Die Souveränität Allahs in der Gesetzgebung: Das Erlauben und Verbieten liegt allein bei Allah. Wer sich anmaßt, eigenmächtig Regeln aufzustellen, die dem göttlichen Gesetz widersprechen, begeht eine schwere Sünde, die bis zum Schirk führen kann.
- Die Barmherzigkeit Allahs mit den Gläubigen: Durch diese klaren Anweisungen schützt Allah die Muslime vor geistiger und körperlicher Verunreinigung und bewahrt sie davor, in die Fußstapfen der Götzendiener zu treten. Dies ist ein Ausdruck Seiner liebevollen Fürsorge für Seine Diener.
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Tuesday, August 18, 2026
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