Übersetzung — Tafsir
Erklärung der Wörter:
- طَيِّبَات (Tayyibat): Das Gute, Reine, Erlaubte und Angenehme von den Nahrungsmitteln – das, was halal ist und weder durch die Art der Erlangung noch durch die Substanz selbst verboten wurde.
- رَزَقْنَاكُمْ (Razaqnākum): Wir haben euch gegeben und versorgt – alles, was Allah den Menschen an Nahrung und Lebensunterhalt gewährt.
- اشْكُرُوا (Ushkurū): Dankt – und zwar mit dem Herzen (durch Anerkennung), mit der Zunge (durch Lobpreis) und mit den Gliedmaßen (durch Gehorsam und richtigen Gebrauch der Gaben).
Die Auslegung der Ayah:
O ihr, die ihr glaubt und an Allah und Seinen Gesandten glaubt! Esst von dem, was Allah euch an Nahrung gegeben hat, sofern es rein, gut und erlaubt (halal) ist. Dies ist eine Aufforderung an die Gläubigen, sich von den guten und erlaubten Dingen zu ernähren und sich nicht wie die Ungläubigen zu verhalten, die sich selbst das Gute verbieten und das Verbotene erlauben. Allah hat den Menschen die guten Dinge nicht verboten, sondern sie für sie erlaubt – doch der Mensch soll sie mit Dankbarkeit genießen.
Der Dank an Allah soll dabei sowohl im Inneren als auch im Äußeren geschehen: mit dem Herzen, indem man Seine Gaben anerkennt; mit der Zunge, indem man Ihn lobt und preist; und mit den Gliedmaßen, indem man Seinen Gehorsam ausübt und das meidet, was Er verboten hat. Dieser Dank ist ein Zeichen der wahren Anbetung – denn wenn ihr wirklich Allah allein anbetet und Ihm nichts beigesellt, dann zeigt sich das auch darin, dass ihr von dem esst, was Er euch erlaubt hat, und Ihm für Seine Gaben dankt. Die Anbetung Allahs ist nicht vollständig, wenn man nicht von Seinen erlaubten Gaben isst und Ihm dafür dankt.
Die daraus abgeleiteten Lehren und Nutzen:
- Die Erlaubnis des Guten ist ein Zeichen der Barmherzigkeit Allahs: Allah hat den Gläubigen die guten und reinen Dinge nicht verboten, sondern erlaubt – das zeigt Seine Güte und Fürsorge für Seine Diener. Der Islam ist eine Religion der Mitte, die weder Übertreibung im Verzicht noch Maßlosigkeit im Genuss erlaubt.
- Dankbarkeit ist der Schlüssel zu mehr Segen: Wer Allah für das dankt, was er hat, dem vermehrt Allah seine Gaben. Der Dank ist nicht nur eine Pflicht, sondern auch ein Mittel, um das Gute zu bewahren und zu vermehren.
- Die Verbindung zwischen Essen und Anbetung: Die Art und Weise, wie wir uns ernähren, ist ein Ausdruck unserer Anbetung. Wer nur das Erlaubte isst und Allah dafür dankt, der lebt seine Gottesdienerschaft in allen Lebensbereichen – nicht nur im Gebet, sondern auch beim Essen und Trinken.
- Die Abgrenzung von den Ungläubigen: Die Gläubigen sollen sich nicht wie jene verhalten, die sich selbst Verbote auferlegen, die Allah nicht verordnet hat, oder die das Verbotene erlauben. Die wahre Gottesfurcht zeigt sich darin, dass man Allahs Gebote und Verbote genau befolgt.
- Der Dank ist ein Zeichen der echten Liebe zu Allah: Wer Allah wirklich anbetet, der gehorcht Ihm in allem – auch in den scheinbar kleinen Dingen des Alltags wie dem Essen. Diese Ayah lehrt uns, dass unser ganzes Leben, bis hin zu unserer Nahrung, eine Gelegenheit zur Anbetung und zum Dank sein kann.
📜 Vers 170-174 — Al-Baqara
Übersetzung — Al-Baqara 172
Sure Al-Baqara Vers 172 - Lesen, Anhören, Übersetzung, Deutsch : O die ihr glaubt, eßt von den guten Dingen, mit…Sure Vers 172/286 — Al-Baqara البقرة (Medinensisch). Lesen Anhören Übersetzung (Deutsch). Anhören: Al-Baqara Anhören, Al-Baqara Übersetzung, Al-Baqara mp3, Al-Baqara pdf. Vers 170–174. Auf Deutsch: English.
Heiliger Koran
Tuesday, August 18, 2026
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