Übersetzung — Tafsir
Bedeutung der Schlüsselbegriffe:
- لَا مِسَاسَ: „Keine Berührung" – bedeutet, dass er von den Menschen gemieden wird und niemand ihn berühren oder mit ihm in Kontakt treten darf.
- مَوْعِدًا: Ein versprochener Termin, hier der Tag der Abrechnung und Bestrafung.
- ظَلْتَ عَلَيْهِ عَاكِفًا: Du bliebst beharrlich dabei und widmetest dich ihm ununterbrochen als Anbeter.
- لَنُحَرِّقَنَّهُ: Wir werden es sicherlich mit Feuer verbrennen.
- لَنَنسِفَنَّهُ فِي الْيَمِّ نَسْفًا: Wir werden es im Meer völlig zerstreuen und zu Staub zermahlen, sodass keine Spur davon übrig bleibt.
Die ausführliche Erläuterung der Ayah:
Nachdem Mūsā (Friede sei mit ihm) den Zorn seines Herrn über die Irreführung seines Volkes zum Ausdruck gebracht hatte, wandte er sich direkt an den Sāmirī – jenen Mann, der das goldene Kalb hergestellt und die Menschen damit in die Irre geführt hatte. Mūsā sprach zu ihm mit einer Mischung aus Strenge und göttlicher Autorität:
„So geh fort!" – Das heißt: Verlasse unsere Gemeinschaft und lebe in Verbannung. Du hast keinen Platz mehr unter uns, denn du hast die Reinheit des Glaubens mit deiner Tat befleckt.
„Und für dich ist im Leben bestimmt, dass du sagst: ‚Keine Berührung!'" – Dies ist eine Strafe, die ihn sein ganzes Leben lang begleiten wird: Er wird von den Menschen gemieden, niemand wird ihm nahekommen, und er selbst wird niemanden berühren können. So wird er wie ein Ausgestoßener leben, der in ständiger Isolation und Einsamkeit verweilt – eine Strafe, die seine Tat widerspiegelt, denn er hatte das Volk von der Gemeinschaft des Glaubens getrennt.
„Und wahrlich, für dich gibt es einen Termin, den du nicht verfehlen wirst." – Das ist der Tag des Jüngsten Gerichts, an dem er zur Rechenschaft gezogen wird. Diese Strafe ist größer und schwerwiegender als die weltliche Verbannung. Er wird vor seinem Herrn stehen und für seine Tat antworten, und nichts kann ihn davor retten.
Dann richtete Mūsā seinen Blick auf das goldene Kalb, das die Menschen angebetet hatten, und sagte: „Und schau auf deinen Gott, dem du dich beharrlich hingegeben hast!" – Mit beißender Ironie zeigt er ihm die Nichtigkeit seines angeblichen Gottes. Dieses Kalb, das er selbst geformt hatte, ist nichts als ein lebloses Objekt aus Gold.
„Wir werden es sicherlich verbrennen, dann werden wir es im Meer völlig zerstreuen." – So wird die Götzenanbetung zerstört, und es bleibt keine Spur von diesem falschen Gott übrig. Das Feuer verzehrt es, und das Meer nimmt die Asche auf, sodass nichts davon übrig bleibt – eine klare Botschaft an alle, die Götzen anbeten: Diese sind machtlos und verdienen keine Anbetung.
Eine da'wah-orientierte Botschaft für die Leser:
Diese Ayah trägt eine tiefe Botschaft für jeden Menschen: Die Anbetung von etwas anderem als Allah – sei es ein Götze, ein Mensch, Geld oder Macht – führt letztendlich zur Enttäuschung und zum Verlust. Allah allein ist der Einzige, der Anbetung verdient, und Er allein bleibt ewig bestehen. Alles andere ist vergänglich und wird zerstört.
Gleichzeitig zeigt uns die Ayah die Barmherzigkeit Allahs in der Art, wie Er mit Sāmirī umging: Er gab ihm Zeit zur Reue im Diesseits, obwohl seine Tat schwerwiegend war. Dies lehrt uns, dass Allahs Tür der Reue offen bleibt, solange wir leben. Doch die Konsequenzen unserer Taten sind unausweichlich – entweder im Diesseits oder im Jenseits.
Möge Allah uns vor der Anbetung von allem außer Ihm bewahren und uns zu aufrichtigen Dienern machen, die Ihn allein anbeten und Ihm allein vertrauen. Und möge Er uns die Weisheit geben, aus den Lehren des Qur'an zu lernen, bevor es zu spät ist.
📜 Vers 95-99 — Taha
Übersetzung — Taha 97
Sure Vers 97/135 — Taha طه (Mekkanisch). Lesen Anhören Übersetzung (Deutsch). Anhören: Taha Anhören, Taha Übersetzung, Taha mp3, Taha pdf. Vers 95–99. Auf Deutsch: English.
Heiliger Koran
Tuesday, August 18, 2026
Vergesst uns nicht in euren aufrichtigen Gebeten








