Al-An'am · 137/165
Übersetzung Umschrift — Al-An'am
وَكَذَٰلِكَ زَيَّنَ لِكَثِيرٍ مِّنَ الْمُشْرِكِينَ قَتْلَ أَوْلَادِهِمْ شُرَكَاؤُهُمْ لِيُرْدُوهُمْ وَلِيَلْبِسُوا عَلَيْهِمْ دِينَهُمْ ۖ وَلَوْ شَاءَ اللَّهُ مَا فَعَلُوهُ ۖ فَذَرْهُمْ وَمَا يَفْتَرُونَ ۝١٣٧
Wa kazaalika zaiyana likaseerim minal mushrikeena qatla awlaadihim shurakaaa`uhum liyurdoohum wa liyalbisoo `alaihim deenahum wa law shaaa`al laahu maa fa`aloohu fazarhum wa maa yaftaroon
📖 Auf Deutsch
Und ebenso haben vielen der Götzendiener ihre Teilhaber wohlgefällig erscheinen lassen, ihre Kinder zu töten, um sie ins Verderben zu stürzen und um ihnen ihre Religion zu verdecken. Wenn Allah wollte, hätten sie es nicht getan. So lasse sie (allein) mit dem, was sie an Lügen ersinnen!
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Übersetzung — Tafsir

Bedeutung der Wörter:

  • Schurakā'uhum (شُرَكَاؤُهُمْ): Ihre Teilhaber/Gefährten – gemeint sind hier die Satane (Teufel) unter den Dschinn, die ihnen das Unheil schön erscheinen ließen.
  • Li-yurdūhum (لِيُرْدُوهُمْ): Damit sie sie ins Verderben stürzen und zugrunde richten.
  • Wa-li-yalbisū (وَلِيَلْبِسُوا): Und damit sie ihre Religion vermischen und verfälschen, sodass sie das Wahre nicht mehr vom Falschen unterscheiden können.
  • Yaftarūn (يَفْتَرُونَ): Was sie an Lügen und falschen Behauptungen erdichten.

Die Erläuterung des Verses:

So wie die Satane den Götzendienern das Unrecht schön erscheinen ließen, einen Teil ihrer Ernte und ihres Viehs für Gott und einen Teil für ihre Götzen zu bestimmen, so schmückten sie auch vielen von ihnen das Töten ihrer eigenen Kinder aus – insbesondere das lebendige Begraben der Töchter – aus Angst vor Armut und Not. Sie taten dies, um die Eltern ins Verderben zu stürzen, indem sie sie dazu brachten, eine Seele zu töten, deren Tötung Gott verboten hat, außer aus gerechtem Grund. Gleichzeitig wollten sie ihre Religion verwirren und ihnen das Rechte vom Falschen unkenntlich machen, sodass sie in die Irre gingen und zugrunde gerichtet wurden.

Gott machte deutlich, dass dies alles mit Seinem Willen und Seiner Vorherbestimmung geschah – nicht als Zustimmung zur Tat, sondern als gerechte Konsequenz ihres schlechten Zustands und ihres bösen Endes. Hätte Gott gewollt, dass sie diese Taten nicht begehen, hätten sie sie nicht begangen. Doch Er ließ sie gewähren, weil Er um ihre Verderbtheit und ihre Ablehnung der Wahrheit wusste.

Der Vers endet mit einer Anweisung an den Propheten Muhammad (Friede sei auf ihm): Überlasse sie ihrem Treiben und ihren erdichteten Lügen! Denn ihre Taten schaden dir nicht, und Gott wird zwischen dir und ihnen richten – Er ist ihnen gegenüber auf der Lauer und wird sie für ihre Taten zur Rechenschaft ziehen.


Die daraus gewonnenen Lehren und Nutzen:

  1. Die Schönheit des Islam: Dieser Vers zeigt, wie der Islam das Leben und die Würde des Menschen schützt. Während die vorislamische Zeit der Unwissenheit (Dschāhiliyya) sogar das Töten der eigenen Kinder aus Armutsangst erlaubte, verbietet der Islam dies streng und betrachtet es als eine der schwersten Sünden. Der Islam lehrt uns, dass der Lebensunterhalt in Gottes Hand liegt und dass Er der Versorger aller Geschöpfe ist.
  2. Wachsamkeit gegenüber den Einflüsterungen des Satans: Der Vers warnt uns davor, dass der Satan den Menschen das Böse schön erscheinen lässt. Er flüstert uns ein, dass bestimmte Taten gut oder notwendig seien, obwohl sie in Wahrheit zerstörerisch sind. Der Gläubige muss daher stets sein Herz und seinen Verstand mit dem Licht des Glaubens und des Wissens schützen, um diese Täuschungen zu durchschauen.
  3. Vertrauen auf Gottes Vorherbestimmung: Der Vers lehrt uns, dass alles, was geschieht, mit Gottes Willen geschieht. Dies stärkt das Vertrauen des Gläubigen in Gott und befreit ihn von übertriebener Sorge und Angst vor der Zukunft. Wir bemühen uns um das Gute und vertrauen auf Gottes Fügung.
  4. Geduld und Standhaftigkeit: Die Anweisung an den Propheten, die Ungläubigen ihrem Treiben zu überlassen, lehrt uns, dass wir uns nicht von den Machenschaften der Gegner der Wahrheit entmutigen lassen dürfen. Wir tun unsere Pflicht, verkünden die Botschaft mit Weisheit und schöner Ermahnung und überlassen das Urteil Gott, der niemals ungerecht handelt.
  5. Die Gefahr der Vermischung von Wahrheit und Falschheit: Der Vers warnt davor, dass der Satan versucht, die Religion zu verfälschen und zu vermischen. Deshalb müssen wir uns bemühen, das reine Verständnis des Islam zu bewahren, indem wir uns an den Koran und die authentische Sunna halten und uns vor Neuerungen und Irrlehren hüten.
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📜 Vers 135-139 — Al-An'am

135قُلْ يَا قَوْمِ اعْمَلُوا عَلَىٰ مَكَانَتِكُمْ إِنِّي عَامِلٌ ۖ فَسَوْفَ تَعْلَمُونَ مَن تَكُونُ لَهُ عَاقِبَةُ الدَّارِ ۗ إِنَّهُ لَا يُفْلِحُ الظَّالِمُونَ
Sag: O mein Volk, handelt nach eurer Stellung! Ich werde ebenfalls (so) handeln. Dann werdet ihr (noch) erfahren, wem die letztendliche Wohnstätte gehören wird. Gewiß, den Ungerechten wird es nicht wohl ergehen.
136وَجَعَلُوا لِلَّهِ مِمَّا ذَرَأَ مِنَ الْحَرْثِ وَالْأَنْعَامِ نَصِيبًا فَقَالُوا هَٰذَا لِلَّهِ بِزَعْمِهِمْ وَهَٰذَا لِشُرَكَائِنَا ۖ فَمَا كَانَ لِشُرَكَائِهِمْ فَلَا يَصِلُ إِلَى اللَّهِ ۖ وَمَا كَانَ لِلَّهِ فَهُوَ يَصِلُ إِلَىٰ شُرَكَائِهِمْ ۗ سَاءَ مَا يَحْكُمُونَ
Und sie haben Allah mit dem, was Er an (Früchten auf den) Saatfeldern und Vieh wachsen läßt, einen Anteil bestimmt. Und sie sagen: "Dies ist für Allah" - so behaupten sie -, "Und dies ist für unsere Teilhaber." Was nun für ihre Teilhaber (bestimmt) ist, gelangt nicht zu Allah, was aber für Allah (bestimmt) ist, gelangt zu ihren Teilhabern. Wie böse ist, was sie urteilen!
137وَكَذَٰلِكَ زَيَّنَ لِكَثِيرٍ مِّنَ الْمُشْرِكِينَ قَتْلَ أَوْلَادِهِمْ شُرَكَاؤُهُمْ لِيُرْدُوهُمْ وَلِيَلْبِسُوا عَلَيْهِمْ دِينَهُمْ ۖ وَلَوْ شَاءَ اللَّهُ مَا فَعَلُوهُ ۖ فَذَرْهُمْ وَمَا يَفْتَرُونَ
Und ebenso haben vielen der Götzendiener ihre Teilhaber wohlgefällig erscheinen lassen, ihre Kinder zu töten, um sie ins Verderben zu stürzen und um ihnen ihre Religion zu verdecken. Wenn Allah wollte, hätten sie es nicht getan. So lasse sie (allein) mit dem, was sie an Lügen ersinnen!
138وَقَالُوا هَٰذِهِ أَنْعَامٌ وَحَرْثٌ حِجْرٌ لَّا يَطْعَمُهَا إِلَّا مَن نَّشَاءُ بِزَعْمِهِمْ وَأَنْعَامٌ حُرِّمَتْ ظُهُورُهَا وَأَنْعَامٌ لَّا يَذْكُرُونَ اسْمَ اللَّهِ عَلَيْهَا افْتِرَاءً عَلَيْهِ ۚ سَيَجْزِيهِم بِمَا كَانُوا يَفْتَرُونَ
Und sie sagen: "Dies sind verwehrtes Vieh und verwehrte (Früchte auf den) Saatfelder(n). Niemand kostet davon außer, wen wir (essen lassen) wollen." - So behaupten sie. - Und (es gibt nach ihrer Behauptung) Vieh, dessen Rücken (zum Tragen von Lasten) verboten ist, und Vieh, über das sie den Namen Allahs nicht aussprechen, womit sie Lügen gegen Ihn ersinnen. Er wird ihnen vergelten, was sie stets an Lügen ersinnen.
139وَقَالُوا مَا فِي بُطُونِ هَٰذِهِ الْأَنْعَامِ خَالِصَةٌ لِّذُكُورِنَا وَمُحَرَّمٌ عَلَىٰ أَزْوَاجِنَا ۖ وَإِن يَكُن مَّيْتَةً فَهُمْ فِيهِ شُرَكَاءُ ۚ سَيَجْزِيهِمْ وَصْفَهُمْ ۚ إِنَّهُ حَكِيمٌ عَلِيمٌ
Und sie sagen: "Was in den Leibern dieses Viehs ist, ist unseren Männern vorbehalten, unseren Gattinnen aber verboten." Wenn es aber tot (geboren) ist, so haben sie (alle) daran teil. Er wird ihnen ihre (ersonnene) Zuschreibung vergelten. Er ist ja Allweise und Allwissend.
Al-An'amQuran Register
165Vers
MekkanischRevelation
137Vers

Übersetzung — Al-An'am 137

Sure Al-An'am Vers 137 - Lesen, Anhören, Übersetzung, Deutsch : Und ebenso haben vielen der Götzendiener ihre Teilhaber wohlgefällig erscheinen…

Sure Vers 137/165 — Al-An'am الأنعام (Mekkanisch). Lesen Anhören Übersetzung (Deutsch). Anhören: Al-An'am Anhören, Al-An'am Übersetzung, Al-An'am mp3, Al-An'am pdf. Vers 135–139. Auf Deutsch: English.




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Tuesday, August 18, 2026

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