Al-Imran · 93/200
Übersetzung Umschrift — Al-Imran
۞ كُلُّ ٱلطَّعَامِ كَانَ حِلًّا لِّبَنِيٓ إِسۡرَٰٓءِيلَ إِلَّا مَا حَرَّمَ إِسۡرَٰٓءِيلُ عَلَىٰ نَفۡسِهِۦ مِن قَبۡلِ أَن تُنَزَّلَ ٱلتَّوۡرَىٰةُۚ قُلۡ فَأۡتُواْ بِٱلتَّوۡرَىٰةِ فَٱتۡلُوهَآ إِن كُنتُمۡ صَٰدِقِينَ  ۝٩٣
Kullut ta`aami kaana hillal li Baneee Israaa`eela illaa maa harrama Israaa`eelu `alaa nafsihee min qabli an tunzzalat Tawraah; qul faatoo bit Tawraati fatloohaaa in kuntum saadiqeen
📖 Auf Deutsch
Alle Speisen waren den Kindern Isra'ils erlaubt außer dem, was Isra'il sich selbst verbot, bevor die Tora offenbart wurde. Sag: Bringt doch die Tora bei und verlest sie dann, wenn ihr wahrhaftig seid.
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Übersetzung — Tafsir

Bedeutung der Wörter:

  • Ṭaʿām: Speise, Nahrung, alles, was gegessen wird.
  • Ḥill: erlaubt, halal.
  • Isrāʾīl: Prophet Yaʿqūb (Jakob), Friede sei auf ihm.
  • Tawrāh: Die Thora, das offenbarte Buch an Mūsā (Moses), Friede sei auf ihm.

Tafsīr (Erläuterung):

Diese edle Āyah widerlegt die Behauptung der Juden, die zur Zeit des Propheten Muḥammad (Frieden und Segen seien auf ihm) lebten. Sie behaupteten, dass bestimmte Speisen, wie das Fleisch und die Milch von Kamelen, bereits in der Thora für die Kinder Israels verboten worden seien. Doch Allāh (gepriesen und erhaben ist Er) stellt in dieser Āyah klar, dass alle guten und reinen Speisen für die Kinder Israels erlaubt waren – mit einer einzigen Ausnahme: das, was Yaʿqūb (Isrāʾīl) sich selbst verboten hatte, und zwar vor der Offenbarung der Thora.

Der Hintergrund: Yaʿqūb (Friede sei auf ihm) erkrankte einst und gelobte, dass er – falls Allāh ihn heile – auf das Fleisch und die Milch von Kamelen verzichten würde, da dies seine liebste Speise war. Dieses Gelübde hielt er ein, und seine Kinder folgten ihm darin aus Respekt und Nachahmung. Dies geschah jedoch aus eigenem Entschluss von Yaʿqūb, nicht durch ein göttliches Gebot. Erst später, nach der Offenbarung der Thora, verbot Allāh den Kindern Israels bestimmte Speisen als Strafe für ihr Unrecht und ihre Übertretungen – nicht weil diese Speisen an sich unrein waren.

Als die Juden dem Propheten (Frieden und Segen seien auf ihm) vorwarfen, er widerspreche der Thora, indem er Kamelfleisch esse, forderte Allāh sie auf: „Sag: Bringt die Thora her und lest sie, wenn ihr wahrhaftig seid!“ – denn in der Thora steht nichts davon, dass Yaʿqūb diese Speisen durch ein göttliches Gebot verboten wurden. Die Juden aber brachten die Thora nicht herbei, weil sie wussten, dass ihre Behauptung falsch war und die Thora sie widerlegen würde. Dies zeigt ihre Unehrlichkeit und ihre Verfälschung der Offenbarung.

Gewonnene Nutzen und Lehren:

  1. Die Barmherzigkeit Allāhs: Allāh ist barmherzig zu Seinen Dienern. Er erlaubt ihnen die guten Dinge und verbietet nur das, was schädlich ist oder als Prüfung dient. Das ursprüngliche Prinzip im Islam ist die Erlaubnis, nicht das Verbot.
  2. Die Wahrhaftigkeit des Qurʾān: Der Qurʾān ist die letzte und unverfälschte Offenbarung. Er deckt die Lügen und Verfälschungen früherer Schriften auf und ruft zur Wahrheit auf. Dies stärkt das Vertrauen des Muslims in sein Buch und seinen Propheten.
  3. Die Aufforderung zum Beweis: Der Islam fordert zu klaren Beweisen und Argumenten auf. Wer eine Behauptung aufstellt, muss sie mit Belegen untermauern. Diese Āyah lehrt uns, in Diskussionen fair und logisch zu argumentieren und uns nicht auf bloße Behauptungen zu verlassen.
  4. Die Reinheit der islamischen Speisegesetze: Der Islam ist eine Religion der Mitte und der Erleichterung. Er verbietet nur das, was nachweislich schädlich ist, und erlaubt alles Gute und Reine. Dies zeigt die Vollkommenheit und Weisheit der islamischen Gesetzgebung.
  5. Die Liebe zu den Propheten: Die Geschichte von Yaʿqūb (Friede sei auf ihm) zeigt seine Gottesfurcht und seine Hingabe. Er opferte seine liebste Speise aus Dankbarkeit gegenüber Allāh. Dies lehrt uns, im Gehorsam gegenüber Allāh auch auf liebgewonnene Dinge verzichten zu können.
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📜 Vers 91-95 — Al-Imran

91إِنَّ ٱلَّذِينَ كَفَرُواْ وَمَاتُواْ وَهُمۡ كُفَّارٌ فَلَن يُقۡبَلَ مِنۡ أَحَدِهِم مِّلۡءُ ٱلۡأَرۡضِ ذَهَبًا وَلَوِ ٱفۡتَدَىٰ بِهِۦٓۗ أُوْلَٰٓئِكَ لَهُمۡ عَذَابٌ أَلِيمٌ وَمَا لَهُم مِّن نَّٰصِرِينَ 
Gewiß, diejenigen, die ungläubig geworden sind und als Ungläubige sterben, - von keinem von ihnen würde die (ganze) Erde voll Gold angenommen werden, auch wenn er sich damit loskaufen wollte. Für jene wird es schmerzhafte Strafe geben; und sie werden keine Helfer haben.
92لَن تَنَالُواْ ٱلۡبِرَّ حَتَّىٰ تُنفِقُواْ مِمَّا تُحِبُّونَۚ وَمَا تُنفِقُواْ مِن شَيۡءٍ فَإِنَّ ٱللَّهَ بِهِۦ عَلِيمٌ 
Ihr werdet die Güte nicht erreichen, bevor ihr nicht von dem ausgebt, was euch lieb ist. Und was immer ihr ausgebt, so weiß Allah darüber Bescheid.
93۞ كُلُّ ٱلطَّعَامِ كَانَ حِلًّا لِّبَنِيٓ إِسۡرَٰٓءِيلَ إِلَّا مَا حَرَّمَ إِسۡرَٰٓءِيلُ عَلَىٰ نَفۡسِهِۦ مِن قَبۡلِ أَن تُنَزَّلَ ٱلتَّوۡرَىٰةُۚ قُلۡ فَأۡتُواْ بِٱلتَّوۡرَىٰةِ فَٱتۡلُوهَآ إِن كُنتُمۡ صَٰدِقِينَ 
Alle Speisen waren den Kindern Isra'ils erlaubt außer dem, was Isra'il sich selbst verbot, bevor die Tora offenbart wurde. Sag: Bringt doch die Tora bei und verlest sie dann, wenn ihr wahrhaftig seid.
94فَمَنِ ٱفۡتَرَىٰ عَلَى ٱللَّهِ ٱلۡكَذِبَ مِنۢ بَعۡدِ ذَٰلِكَ فَأُوْلَٰٓئِكَ هُمُ ٱلظَّٰلِمُونَ 
Wer also nach alledem gegen Allah (noch) Lügen ersinnt, jene sind die Ungerechten.
95قُلۡ صَدَقَ ٱللَّهُۗ فَٱتَّبِعُواْ مِلَّةَ إِبۡرَٰهِيمَ حَنِيفًاۖ وَمَا كَانَ مِنَ ٱلۡمُشۡرِكِينَ 
Sag: Allah hat die Wahrheit gesprochen. So folgt dem Glaubensbekenntnis Ibrahims, (als) Anhänger des rechten Glaubens, und er gehörte nicht zu den Götzendienern.
Al-ImranQuran Register
200Vers
MedinensischRevelation
93Vers

Übersetzung — Al-Imran 93

Sure Vers 93/200 — Al-Imran آل عمران (Medinensisch). Lesen Anhören Übersetzung (Deutsch). Anhören: Al-Imran Anhören, Al-Imran Übersetzung, Al-Imran mp3, Al-Imran pdf. Vers 91–95. Auf Deutsch: English.




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Tuesday, August 18, 2026

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