Al-An'am · 139/165
Übersetzung Umschrift — Al-An'am
وَقَالُوا مَا فِي بُطُونِ هَٰذِهِ الْأَنْعَامِ خَالِصَةٌ لِّذُكُورِنَا وَمُحَرَّمٌ عَلَىٰ أَزْوَاجِنَا ۖ وَإِن يَكُن مَّيْتَةً فَهُمْ فِيهِ شُرَكَاءُ ۚ سَيَجْزِيهِمْ وَصْفَهُمْ ۚ إِنَّهُ حَكِيمٌ عَلِيمٌ ۝١٣٩
Wa qaaloo maa fee butooni haazihil an`aami khaalisatul lizukoorinaa wa muharramun `alaaa azwaajinaa wa iny yakum maitatan fahum feehi shurakaaa`; sa yajzeehim wasfahum; innahoo Hakeemun `Aleem
📖 Auf Deutsch
Und sie sagen: "Was in den Leibern dieses Viehs ist, ist unseren Männern vorbehalten, unseren Gattinnen aber verboten." Wenn es aber tot (geboren) ist, so haben sie (alle) daran teil. Er wird ihnen ihre (ersonnene) Zuschreibung vergelten. Er ist ja Allweise und Allwissend.
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Übersetzung — Tafsir

Bedeutung einiger Wörter im Vers:

  • Al-An'am: Bezieht sich auf bestimmte Kamele, die die Heiden als „Bahira" und „Sa'iba" bezeichneten – Tiere, die sie aus eigenen Erfindungen für heilig erklärten und deren Nutzung teilweise verboten.
  • Khalisah: Rein und ausschließlich für etwas bestimmt.
  • Azwajina: Unsere Ehefrauen (hier: die Frauen allgemein).
  • Maytah: Ein totgeborenes Jungtier.

Erläuterung des Verses:

Dieser Vers offenbart eine weitere absurde Praxis der Götzendiener in der vorislamischen Zeit. Sie behaupteten, dass die Embryonen in den Bäuchen dieser besonderen Tiere – die sie selbst als heilig eingestuft hatten – ausschließlich ihren Männern erlaubt seien, während sie ihren Frauen verboten seien. Wenn jedoch ein Jungtier tot geboren wurde, dann – so ihre Behauptung – seien Männer und Frauen gleichermaßen daran beteiligt und dürften es essen.

Diese Regelung zeigt deutlich, dass sie ihre eigenen Wünsche und Willkür über die göttliche Ordnung stellten. Sie machten sich selbst zu Gesetzgebern, ohne eine Offenbarung oder einen Beweis von Gott zu haben. Sie erlaubten sich, was ihnen passte, und verboten, was ihnen nicht passte – und das alles im Namen der Religion, obwohl es reine Erfindung war.

Gott – erhaben ist Er – droht ihnen an, dass Er sie für diese falschen Aussagen und ihre Lügen über Ihn bestrafen wird. Er kennt ihre wahren Absichten und ihre bösen Taten genau. Er ist weise in Seiner Führung und Seinem Urteil und weiß alles über Seine Geschöpfe – nichts bleibt vor Ihm verborgen.


Lehren und Nutzen aus diesem Vers:

  1. Die Verbindung zu Gott muss auf Offenbarung beruhen, nicht auf Willkür: Dieser Vers lehrt uns, dass wir in religiösen Angelegenheiten – was erlaubt und was verboten ist – nur dem folgen dürfen, was Gott und Sein Gesandter uns überliefert haben. Niemand hat das Recht, aus eigener Meinung oder Tradition heraus Verbote oder Erlaubnisse zu erfinden.
  2. Gerechtigkeit zwischen Männern und Frauen: Die Heiden bevorzugten die Männer und benachteiligten die Frauen in ihren selbstgemachten Regeln. Der Islam hingegen kam mit vollkommener Gerechtigkeit, die beiden Geschlechtern ihre Rechte gleichermaßen zuspricht und jede Form von Diskriminierung ohne göttliche Grundlage ablehnt.
  3. Die Gefahr der Selbsttäuschung: Wenn der Mensch beginnt, sich selbst Regeln zu setzen und sie Gott zuzuschreiben, verfällt er in eine gefährliche Selbsttäuschung. Er glaubt, fromm zu sein, während er in Wirklichkeit gegen Gottes Gebote verstößt.
  4. Gott ist wissend und weise: Dieser Vers erinnert uns daran, dass Gott alles weiß und weise handelt. Er lässt den Menschen nicht lange in seinem Irrtum, sondern wird ihn zur rechten Zeit zur Rechenschaft ziehen. Dies sollte uns zur Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit in unserem Glauben bewegen.
  5. Die Schönheit des Islam: Im Gegensatz zu diesen willkürlichen und ungerechten Regeln der Heiden bringt der Islam klare, gerechte und vernünftige Gesetze, die das Wohl des Menschen in dieser Welt und im Jenseits sichern. Dies lädt uns ein, die Weisheit der islamischen Gesetzgebung zu schätzen und ihr mit Überzeugung zu folgen.
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📜 Vers 137-141 — Al-An'am

137وَكَذَٰلِكَ زَيَّنَ لِكَثِيرٍ مِّنَ الْمُشْرِكِينَ قَتْلَ أَوْلَادِهِمْ شُرَكَاؤُهُمْ لِيُرْدُوهُمْ وَلِيَلْبِسُوا عَلَيْهِمْ دِينَهُمْ ۖ وَلَوْ شَاءَ اللَّهُ مَا فَعَلُوهُ ۖ فَذَرْهُمْ وَمَا يَفْتَرُونَ
Und ebenso haben vielen der Götzendiener ihre Teilhaber wohlgefällig erscheinen lassen, ihre Kinder zu töten, um sie ins Verderben zu stürzen und um ihnen ihre Religion zu verdecken. Wenn Allah wollte, hätten sie es nicht getan. So lasse sie (allein) mit dem, was sie an Lügen ersinnen!
138وَقَالُوا هَٰذِهِ أَنْعَامٌ وَحَرْثٌ حِجْرٌ لَّا يَطْعَمُهَا إِلَّا مَن نَّشَاءُ بِزَعْمِهِمْ وَأَنْعَامٌ حُرِّمَتْ ظُهُورُهَا وَأَنْعَامٌ لَّا يَذْكُرُونَ اسْمَ اللَّهِ عَلَيْهَا افْتِرَاءً عَلَيْهِ ۚ سَيَجْزِيهِم بِمَا كَانُوا يَفْتَرُونَ
Und sie sagen: "Dies sind verwehrtes Vieh und verwehrte (Früchte auf den) Saatfelder(n). Niemand kostet davon außer, wen wir (essen lassen) wollen." - So behaupten sie. - Und (es gibt nach ihrer Behauptung) Vieh, dessen Rücken (zum Tragen von Lasten) verboten ist, und Vieh, über das sie den Namen Allahs nicht aussprechen, womit sie Lügen gegen Ihn ersinnen. Er wird ihnen vergelten, was sie stets an Lügen ersinnen.
139وَقَالُوا مَا فِي بُطُونِ هَٰذِهِ الْأَنْعَامِ خَالِصَةٌ لِّذُكُورِنَا وَمُحَرَّمٌ عَلَىٰ أَزْوَاجِنَا ۖ وَإِن يَكُن مَّيْتَةً فَهُمْ فِيهِ شُرَكَاءُ ۚ سَيَجْزِيهِمْ وَصْفَهُمْ ۚ إِنَّهُ حَكِيمٌ عَلِيمٌ
Und sie sagen: "Was in den Leibern dieses Viehs ist, ist unseren Männern vorbehalten, unseren Gattinnen aber verboten." Wenn es aber tot (geboren) ist, so haben sie (alle) daran teil. Er wird ihnen ihre (ersonnene) Zuschreibung vergelten. Er ist ja Allweise und Allwissend.
140قَدْ خَسِرَ الَّذِينَ قَتَلُوا أَوْلَادَهُمْ سَفَهًا بِغَيْرِ عِلْمٍ وَحَرَّمُوا مَا رَزَقَهُمُ اللَّهُ افْتِرَاءً عَلَى اللَّهِ ۚ قَدْ ضَلُّوا وَمَا كَانُوا مُهْتَدِينَ
Verloren sind diejenigen, die ihre Kinder in Torheit und ohne Wissen töten und verbieten, womit Allah sie versorgt hat, indem sie Lügen gegen Allah ersinnen. Sie sind fürwahr irregegangen und nicht rechtgeleitet gewesen.
141۞ وَهُوَ الَّذِي أَنشَأَ جَنَّاتٍ مَّعْرُوشَاتٍ وَغَيْرَ مَعْرُوشَاتٍ وَالنَّخْلَ وَالزَّرْعَ مُخْتَلِفًا أُكُلُهُ وَالزَّيْتُونَ وَالرُّمَّانَ مُتَشَابِهًا وَغَيْرَ مُتَشَابِهٍ ۚ كُلُوا مِن ثَمَرِهِ إِذَا أَثْمَرَ وَآتُوا حَقَّهُ يَوْمَ حَصَادِهِ ۖ وَلَا تُسْرِفُوا ۚ إِنَّهُ لَا يُحِبُّ الْمُسْرِفِينَ
Und Er ist es, Der Gärten mit Spalieren und ohne Spaliere entstehen läßt, sowie Palmen und (sonstige) Pflanzen mit unterschiedlichen Erntesorten und Öl- und Granatapfelbäume, die einander ähnlich und unähnlich sind. Eßt von ihren Früchten', wenn sie Früchte tragen, und entrichtet am Tag ihrer Ernte ihre(n) Pflicht(anteil, der darauf steht), doch seid nicht maßlos! - Er liebt nicht die Maßlosen.
Al-An'amQuran Register
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MekkanischRevelation
139Vers

Übersetzung — Al-An'am 139

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Sure Vers 139/165 — Al-An'am الأنعام (Mekkanisch). Lesen Anhören Übersetzung (Deutsch). Anhören: Al-An'am Anhören, Al-An'am Übersetzung, Al-An'am mp3, Al-An'am pdf. Vers 137–141. Auf Deutsch: English.




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Tuesday, August 18, 2026

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