Übersetzung — Tafsir
Bedeutung der Schlüsselbegriffe:
- „As-Salāh" (الصلاة): Das rituelle Gebet, das zu festgelegten Zeiten mit bestimmten Bewegungen und Worten verrichtet wird – die direkte Verbindung zwischen dem Diener und seinem Herrn.
- „Az-Zakāh" (الزكاة): Die vorgeschriebene Abgabe eines bestimmten Anteils des Vermögens an die Bedürftigen – eine Reinigung des Besitzes und der Seele.
- „Al-Ākhirah" (الآخرة): Das Jenseits – das ewige Leben nach dem Tod, einschließlich Auferstehung, Abrechnung, Paradies und Hölle.
- „Yūqinūn" (يوقنون): Sie haben Gewissheit – ein fester, unerschütterlicher Glaube ohne jeden Zweifel.
Die umfassende Erläuterung der Ayah:
Nachdem Allah in den vorherigen Versen diejenigen gepriesen hat, die Gutes tun, beschreibt Er hier ihre herausragenden Eigenschaften – als Vorbild für jeden, der nach dem Wohlgefallen seines Herrn strebt.
Erstens: Die Verrichtung des Gebets (As-Salāh)
Sie „errichten" das Gebet, nicht nur „verrichten" es. Der Unterschied ist bedeutungsvoll: Ein Gebet zu „errichten" bedeutet, es vollständig, zu den festgelegten Zeiten, mit all seinen Säulen, Pflichten und empfohlenen Handlungen zu verrichten – mit konzentriertem Herzen und demütigem Körper. Es ist das Fundament des Glaubens und die erste Handlung, über die der Mensch am Tag der Auferstehung zur Rechenschaft gezogen wird. Wer das Gebet errichtet, baut damit das Gebäude seines Glaubens auf festem Grund.
Zweitens: Die Entrichtung der Zakāh
Sie geben die Zakāh von ihrem Vermögen – eine Pflicht, die Allah den Wohlhabenden auferlegt hat, um den Kreislauf des Guten in der Gesellschaft zu erhalten. Die Zakāh reinigt das Vermögen und die Seele von Geiz und Liebe zum Diesseits. Sie ist ein Akt der Dankbarkeit gegenüber Allah für die Gaben, die Er gewährt hat, und eine Brücke der Solidarität zwischen den Mitgliedern der Gemeinschaft. Der Gläubige sieht in der Zakāh keine Last, sondern eine Gelegenheit zur Läuterung und zum Wachstum – denn Allah vermehrt, was für Ihn ausgegeben wird.
Drittens: Die Gewissheit an das Jenseits
„Und sie sind es, die an das Jenseits fest glauben." Diese Gewissheit ist nicht bloßes Wissen oder theoretische Überzeugung – es ist eine tiefe, im Herzen verankerte Überzeugung, die das gesamte Leben prägt. Wer wirklich an das Jenseits glaubt, weiß, dass diese Welt nur eine Durchgangsstation ist, dass jede Tat – ob groß oder klein – gewogen wird, und dass es eine letzte Abrechnung gibt, bei der niemand benachteiligt wird. Diese Gewissheit lässt den Gläubigen das Diesseits mit den Augen der Weisheit betrachten: Er nutzt es, um für seine Ewigkeit zu ernten, ohne sich von seinen Vergnügungen blenden zu lassen.
Der Zusammenhang dieser Eigenschaften:
Diese drei Eigenschaften bilden eine Einheit: Das Gebet verbindet den Menschen mit seinem Schöpfer, die Zakāh verbindet ihn mit der Gesellschaft, und die Gewissheit an das Jenseits richtet sein Herz auf das ewige Ziel aus. Wer diese drei vereint, hat die Essenz des Glaubens erfasst – und genau solche Menschen sind es, die Allah als „Muhsinūn" (Gutes Tuende) bezeichnet und ihnen Seine Barmherzigkeit und Führung versprochen hat.
Eine Botschaft an unser Herz:
Diese Ayah ist eine Einladung an jeden von uns, unser Verhältnis zum Gebet zu überprüfen: Ist es eine Last oder eine Freude? Unsere Beziehung zum Vermögen: Sind wir großzügig oder zurückhaltend? Und unsere Überzeugung vom Jenseits: Prägt sie unsere Entscheidungen im Alltag? Möge Allah uns zu denen machen, die das Gebet errichten, die Zakāh entrichten und die Gewissheit an das Jenseits in ihren Herzen tragen – denn das ist der Weg zu Seinem Wohlgefallen und zum ewigen Glück.
📜 Vers 2-6 — Luqman
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Tuesday, August 18, 2026
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