Übersetzung — Tafsir
Bedeutung der Schlüsselbegriffe:
- Huliyyihim (حُلِيِّهِمْ): Ihr Schmuck, insbesondere Goldschmuck, den sie von den Kopten (Ägyptern) ausgeliehen hatten.
- ʿIǧlan (عِجْلًا): Ein Kalb – hier ein Standbild in Form eines Kalbes.
- Ǧasadan (جَسَدًا): Ein Körper ohne Geist/Leben, eine leblose Figur.
- Ḫuwār (خُوَار): Das Muhen des Rindes – ein Geräusch, das durch den Lufteinlass in das hohle Standbild entstand.
Die ausführliche Tafsir (Erläuterung) der Ayah:
Nachdem Mūsā (Friede sei mit ihm) seinen Weg zum Berg Ṭūr angetreten hatte, um mit seinem Herrn zu sprechen, verfiel sein Volk in eine schwere Prüfung. Sie hatten von den Ägyptern Schmuck ausgeliehen, und als sie diesen nicht mehr benötigten, warfen sie ihn zusammen. Doch der Sāmirī – ein Mann mit bösen Absichten – nutzte diese Gelegenheit und formte aus dem Gold ein Standbild in Form eines Kalbes. Dieses Kalb war ein lebloser Körper, ohne Geist und ohne Leben, doch durch eine List ließ er es ein muhendes Geräusch von sich geben, ähnlich dem Klang echter Rinder.
Allāh (erhaben ist Er) tadelt sie daraufhin mit einer eindringlichen Frage: „Haben sie denn nicht gesehen, dass es nicht mit ihnen spricht und ihnen nicht den Weg weist?" – Das heißt: Dieses Kalb konnte weder sprechen, noch konnte es ihnen irgendeinen Nutzen bringen oder Schaden abwenden. Es war weder fähig, sie zu rechtzuleiten, noch konnte es ihnen auch nur ein einziges Wort erwidern. Es war ein lebloses Objekt, das weder hörte noch sah noch verstand. Wie konnten sie also so töricht sein, es als Gott anzubeten?
Dann wiederholt Allāh den Tadel und sagt: „Sie nahmen es (als Götzen) an und waren Ungerechte." – Diese Wiederholung dient der Verstärkung des Tadels. Sie begingen eine schwere Ungerechtigkeit gegen sich selbst, indem sie etwas anbeteten, das nicht einmal sich selbst helfen konnte, geschweige denn ihnen. Sie setzten die Anbetung an die falsche Stelle – sie, die doch wussten, dass nur Allāh allein der Schöpfer und Versorger ist, Der Leben gibt und nimmt, Der spricht und rechtleitet.
Eine daʿwa-orientierte Botschaft aus dieser Ayah:
Diese Geschichte ist eine gewaltige Lektion für jeden Gläubigen: Der Mensch neigt dazu, sich Dinge zu erschaffen und sie dann anzubeten – seien es Statuen, Geld, Macht oder weltliche Begierden. Doch all diese Dinge sind wie das Kalb der Kinder Israels: Sie können weder sprechen noch nützen noch schaden. Sie sind leblos und hilflos.
Wie viel schöner und erhabener ist es, sich dem Einen zuzuwenden, Der alles erschaffen hat – Dem, Der hört, sieht, spricht und den rechten Weg weist! Wer seinen Herrn anbetet, findet Ruhe und Frieden im Herzen. Wer aber anderen Dingen nachjagt, wird am Ende nur Enttäuschung finden, so wie die Kinder Israels, die ihr Kalb anbeteten und dann erkannten, wie tief sie gesunken waren.
Möge Allāh uns davor bewahren, unserem eigenen Verlangen zu folgen, und uns festigen auf dem geraden Weg – dem Weg der Propheten und Rechtschaffenen. Und möge Er uns die Weisheit geben, die Wahrheit zu erkennen und ihr zu folgen, bevor es zu spät ist. Āmīn.
📜 Vers 146-150 — Al-A'raf
Übersetzung — Al-A'raf 148
Sure Al-A'raf Vers 148 - Lesen, Anhören, Übersetzung, Deutsch : Und das Volk Musas nahm sich, nachdem er (weggegangen) war,…Sure Vers 148/206 — Al-A'raf الأعراف (Mekkanisch). Lesen Anhören Übersetzung (Deutsch). Anhören: Al-A'raf Anhören, Al-A'raf Übersetzung, Al-A'raf mp3, Al-A'raf pdf. Vers 146–150. Auf Deutsch: English.
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Tuesday, August 18, 2026
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