An-Nisa · 20/176
Übersetzung Umschrift — An-Nisa
وَإِنْ أَرَدتُّمُ اسْتِبْدَالَ زَوْجٍ مَّكَانَ زَوْجٍ وَآتَيْتُمْ إِحْدَاهُنَّ قِنطَارًا فَلَا تَأْخُذُوا مِنْهُ شَيْئًا ۚ أَتَأْخُذُونَهُ بُهْتَانًا وَإِثْمًا مُّبِينًا ۝٢٠
Wa in arattumustib daala zawjim makaana zawjin wa aataitum ihdaahunna qintaaran falaa taakhuzoo minhu shai`aa; ataakhuzoonahoo buhtaannanw wa ismam mubeenaa
📖 Auf Deutsch
Und wenn ihr eine Gattin anstelle einer anderen eintauschen wollt und ihr der einen von ihnen einen Qintar gegeben habt, dann nehmt nichts davon (zurück). Wollt ihres (etwa) durch Verleumdung und deutliche Sünde (zurück)nehmen?
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Übersetzung — Tafsir

1) Bedeutung der Schlüsselbegriffe:

  • „Qintār" (قِنطَارًا): Ein sehr großer Geldbetrag oder eine enorme Menge an Besitz, der als Brautgabe (Mahr) gegeben wird.
  • „Buh'tān" (بُهْتَانًا): Eine schwere, verleumderische Lüge oder eine falsche Anschuldigung, mit der man jemanden ungerechtfertigt beschuldigt.
  • „Ith'm mubīn" (إِثْمًا مُّبِينًا): Eine offenkundige, klare Sünde, die nicht zu verbergen oder zu rechtfertigen ist.

2) Ausführliche Erläuterung der Ayah:

Diese Ayah richtet sich an die Ehemänner und behandelt den Fall, dass ein Mann eine andere Frau heiraten möchte und sich von seiner bisherigen Ehefrau trennen will. Sie stellt eine klare und unmissverständliche Regel auf: Wenn ihr – ihr Ehemänner – beschließt, eine Ehefrau durch eine andere zu ersetzen, und ihr der ersten Frau bereits eine enorme Brautgabe (Mahr) – selbst wenn sie so gewaltig wäre wie ein „Qintār" (ein Berg von Besitz) – gegeben habt, dann ist es euch strikt verboten, auch nur das Geringste von dieser Brautgabe zurückzufordern oder einzubehalten.

Die Ayah verurteilt ein solches Verhalten aufs Schärfste, indem sie eine rhetorische Frage stellt: „Wollt ihr es denn nehmen, durch Verleumdung und offenkundige Sünde?" Diese Frage ist eine Form der Zurechtweisung und des Tadels. Sie macht deutlich, dass der Versuch, die Brautgabe zurückzunehmen, nur durch falsche Anschuldigungen gegen die Frau (z. B. ihr Untreue oder Fehlverhalten vorzuwerfen) oder durch Druck und Einschüchterung geschehen kann. Ein solches Vorgehen ist eine doppelte Ungerechtigkeit: Zum einen ist es eine Verleumdung (Buh'tān) gegenüber der unschuldigen Frau, zum anderen eine klare, unübersehbare Sünde (Ith'm mubīn), die Allah missfällt.

Die Ayah betont, dass das Recht der Frau auf ihre Brautgabe unantastbar ist. Sie hat sie durch die Ehe verdient, und der Mann hat kein Anrecht darauf, sie sich anzueignen – weder offen noch auf hinterhältige Weise. Dies gilt unabhängig von der Höhe der Brautgabe, selbst wenn sie extrem groß ist.


3) Gezogene Nutzen und Lehren aus der Ayah:

  1. Wahrung der Rechte der Frau: Der Islam schützt das finanzielle Recht der Frau in der Ehe und nach der Trennung. Die Brautgabe ist ihr persönliches Eigentum, das ihr niemand nehmen darf. Dies zeigt die hohe Wertschätzung und den Respekt, den der Islam der Frau entgegenbringt.
  2. Verbot von Betrug und Verleumdung: Die Ayah verbietet jegliche Form von Betrug, Druck oder falscher Anschuldigung, um sich unrechtmäßig Vorteile zu verschaffen. Ein Muslim ist stets zu Ehrlichkeit und Integrität verpflichtet.
  3. Reinheit des Herzens und Gottesfurcht: Die Ayah lehrt uns, dass der Gläubige sein Gewissen bewahren und Allah fürchten soll. Selbst wenn man rechtlich einen Anspruch hätte (was hier nicht der Fall ist), verbietet die Gottesfurcht, das Eigentum anderer anzutasten.
  4. Erleichterung und Großzügigkeit bei Trennung: Der Islam fordert, dass Trennungen in Würde und Fairness ablaufen. Anstatt der Frau das Leben schwer zu machen, soll der Mann großzügig sein und ihr das Ihrige vollständig überlassen.
  5. Abschreckung von Ungerechtigkeit: Die scharfe, tadelnde Frage in der Ayah dient als Abschreckung für jeden, der in seinem Herzen den Wunsch hegt, andere zu unterdrücken oder zu betrügen. Sie erinnert daran, dass Allah alle Handlungen sieht und dass jede Ungerechtigkeit Konsequenzen hat – im Diesseits und im Jenseits.

Diese Ayah ist ein lebendiges Beispiel für die umfassende Gerechtigkeit des Islam, die das Wohl aller Gesellschaftsmitglieder – insbesondere der Schwächeren – sicherstellt und den Gläubigen zu einem Leben in Rechtschaffenheit und Gottesbewusstsein anleitet.

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📜 Vers 18-22 — An-Nisa

18وَلَيْسَتِ التَّوْبَةُ لِلَّذِينَ يَعْمَلُونَ السَّيِّئَاتِ حَتَّىٰ إِذَا حَضَرَ أَحَدَهُمُ الْمَوْتُ قَالَ إِنِّي تُبْتُ الْآنَ وَلَا الَّذِينَ يَمُوتُونَ وَهُمْ كُفَّارٌ ۚ أُولَٰئِكَ أَعْتَدْنَا لَهُمْ عَذَابًا أَلِيمًا
Nicht aber ist die Annahme der Reue für diejenigen, die böse Taten begehen, bis daß, wenn sich bei einem von ihnen der Tod einstellt, er sagt: "Jetzt bereue ich", und auch nicht für diejenigen, die als Ungläubige sterben. Für jene haben Wir schmerzhafte Strafe bereitet.
19يَا أَيُّهَا الَّذِينَ آمَنُوا لَا يَحِلُّ لَكُمْ أَن تَرِثُوا النِّسَاءَ كَرْهًا ۖ وَلَا تَعْضُلُوهُنَّ لِتَذْهَبُوا بِبَعْضِ مَا آتَيْتُمُوهُنَّ إِلَّا أَن يَأْتِينَ بِفَاحِشَةٍ مُّبَيِّنَةٍ ۚ وَعَاشِرُوهُنَّ بِالْمَعْرُوفِ ۚ فَإِن كَرِهْتُمُوهُنَّ فَعَسَىٰ أَن تَكْرَهُوا شَيْئًا وَيَجْعَلَ اللَّهُ فِيهِ خَيْرًا كَثِيرًا
O die ihr glaubt, es ist euch nicht erlaubt, Frauen wider (ihren) Willen zu erben. Und drangsaliert sie nicht, um (ihnen) einen Teil von dem, was ihr ihnen gegeben habt, zu nehmen, außer sie begehen etwas klar Abscheuliches. Und geht in rechtlicher Weise mit ihnen um. Wenn sie euch zuwider sind, so ist euch vielleicht etwas zuwider, während Allah viel Gutes in es hineinlegt.
20وَإِنْ أَرَدتُّمُ اسْتِبْدَالَ زَوْجٍ مَّكَانَ زَوْجٍ وَآتَيْتُمْ إِحْدَاهُنَّ قِنطَارًا فَلَا تَأْخُذُوا مِنْهُ شَيْئًا ۚ أَتَأْخُذُونَهُ بُهْتَانًا وَإِثْمًا مُّبِينًا
Und wenn ihr eine Gattin anstelle einer anderen eintauschen wollt und ihr der einen von ihnen einen Qintar gegeben habt, dann nehmt nichts davon (zurück). Wollt ihres (etwa) durch Verleumdung und deutliche Sünde (zurück)nehmen?
21وَكَيْفَ تَأْخُذُونَهُ وَقَدْ أَفْضَىٰ بَعْضُكُمْ إِلَىٰ بَعْضٍ وَأَخَذْنَ مِنكُم مِّيثَاقًا غَلِيظًا
Wie könnt ihr es (zurück)nehmen, wo ihr doch zueinander eingegangen seid und sie mit euch ein festes Abkommen getroffen haben?
22وَلَا تَنكِحُوا مَا نَكَحَ آبَاؤُكُم مِّنَ النِّسَاءِ إِلَّا مَا قَدْ سَلَفَ ۚ إِنَّهُ كَانَ فَاحِشَةً وَمَقْتًا وَسَاءَ سَبِيلًا
Und heiratet nicht Frauen, die (vorher) eure Väter geheiratet haben, außer dem, was bereits geschehen ist. Gewiß, das ist eine Abscheulichkeit und etwas Hassenswertes und ein böser Weg.
An-NisaQuran Register
176Vers
MedinensischRevelation
20Vers

Übersetzung — An-Nisa 20

Sure An-Nisa Vers 20 - Lesen, Anhören, Übersetzung, Deutsch : Und wenn ihr eine Gattin anstelle einer anderen eintauschen wollt…

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Tuesday, August 18, 2026

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